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Comeback geglückt

 

Manche erinnern sich noch mit Grausen an die 1990er-Jahre, als eine Gruppe langhaariger Geschwister die oberen Chart-Positionen besetzte. Aber für viele sind das wunderschöne Erinnerungen an eine tolle Band mit einer ganz eigenen Geschichte. Und für diese Menschen war es eine Sensation, als die Kelly Family ankündigte, nach langen Jahren der Bühnenabstinenz wieder auf Tour zu gehen. 10500 von ihnen ergatterten ein Ticket für das Konzert in Zürich. Bis obenhin waren die Plätze besetzt. Es gab nur Sitzplätze – doch vom ersten Ton an standen alle. Die Besetzung ist leicht verändert: Maite und Paddy konzentrieren sich auf ihre Solo-Karrieren und Barby fehlt aus gesundheitlichen Gründen. Dafür ist Paul, einer der älteren Brüder, dabei.

 

Die Kellys gaben vom ersten Moment an Vollgas. Schon beim zweiten Song («Why Why Why») packten sie die Feuerfontänen aus. Danach Kontrastprogramm mit «First Time», Patricias Klassiker, bei dem sie die ganze Bühne inklusive der zwei Stege, die sich vorne in der Mitte trafen, ausnutzte. Bei «We Got Love», dem Titelsong des Albums und der Tour, wurde das Publikum gefilmt und auf die grosse Leinwand gebracht. Jimmy ordnete an, dass wer sich auf dem Bild erkenne, die Person nebenan küssen solle. «Egal, wenn ihr den Menschen nicht kennt. Vielleicht habt ihr ja Glück und nehmt ihn oder sie mit nach Hause.»

 

Sonst gab es aber vor allem alte Lieder. Viele im Hallenstadion konnten noch jedes Wort mitsingen. Wobei nicht nur die kreischenden Teenies von damals anwesend waren. Das Publikum war bunt gemischt. Ältere Leute, die damals vielleicht Eltern von pubertierenden Fans gewesen waren, natürlich viele, die in den 90ern eben solche pubertierenden Fans gewesen waren, aber auch Kinder, die erst danach geboren wurden. Schön war, dass diese alten Lieder zum Teil leicht verändert dargeboten wurden. Klar, die Band musste die Parts von Maite, Barby und Paddy neu verteilen. Sie haben die Aufgabe aber gut gelöst und die Stücke funktionieren. Sogar der Riesenhit «An Angel», der aus Paddys Feder stammt und den er jeweils zusammen mit Angelo gesungen hatte.

 

Eingeläutet von Paul, der ein traditionelles irisches Lied sang und sich selber an der Drehleier begleitete, luden die Kellys zu einer Zeitreise ein. Vor der Kulisse ihres alten Doppeldeckerbusses erzählten sie ihre Geschichte, wie sie als Strassenmusikern durch die Lande zogen und zu jeder Etappe gab es ein Lied.

 

Schön zu sehen war, wie sich die Gruppe jeweils in den Dienst eines Songs stellte. Egal ob Kathy ihre folkigen Lieder auf Spanisch sang, oder Joey fast schon in Metalmanier «The Wolf» darbot, die anderen passten sich an. Und das Publikum machte die Wechsel stets mit, tanzte, klatschte, schunkelte oder lauschte andächtig. Im ganzen Stadion war eine grosse Freude zu spüren, dass diese Band wieder zusammengefunden hat und mit ihrer Musik wieder live begeistert.   

 

Text & Bilder: Leandra Jordi

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The Kelly Family im Hallenstadion (11.3.2018)
The Kelly Family im Hallenstadion (11.3.2018)
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