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Die „Kings of Metal“ beehrten nach 15 Jahren Zürich. Auf Ihrer angeblichen Abschieds-Welt-Tournee (bei denen man ja nie so genau weiss, wie viele Abschiede es noch geben wird) zeigten Manowar sich von der Besten Seite bei einem kurzen, aber intensiven Konzert im Zürcher Hallenstadion.

 

8. Juni, 20.00, das Konzert beginne pünktlich und ohne Vorband, tönte es durch den Lautsprecher. Manowarische Pünktlichkeit ist aber fast eine Viertelstunde später. Sie dürfen das und auch keiner der Fans schien das zu stören. Der Vorhang wurde beleuchtet, Felsbergen mit Ritter wurden erkennbar und epische Musik ertönte. Mit „Manowar“ begannen die New Yorker ihre Show und die 5000 Fans hielten Bier, Fäuste und Flaggen in die Luft.

Joey de Mayo versprach eine spektakuläre Show: Die Felsenattrappen, die Visuals, die Ritter und sogar echtes Feuer machten das Konzert zu einem Theaterspektakel im Manowarstil. Drummer Johannson war in einer kleinen Tropfsteinhöhle mit seinem Schlagzeug und die restlichen 3 der Truppen bewegten sich im Grüppchen über die Bühne. Jeder in seine Posen, jeder wollte zeigen, dass er auch mit über 60 noch das Truemetal-Blut in sich hat. Die Lederanzüge passten wie angegossen, die Posen sitzen. Die Band rattert erstmal 20 Minuten Hit nach Hit durch, bevor dann Sänger Adams das Publikum schreiend begrüsste. Nach weiteren Songs über Schlachten, Valhalla, Schwerter und wirklich beeindruckender Bühnenshow folgte ein dröhnendes in der Brust vibrierendes Basssolo von DeMaio – nicht umsonst werden Manowar als die lauteste Band der Welt genannt. Da die Tour auf Fan-Favourites ausgelegt war fehlte natürlich keinen der grossen Hits und selbsfeiernden Songs; Kings of Metal, Hail and Kill, Fighting the World. Manowar und die Fans gegen den Rest der Welt!
DeMaio brachte eine (viel zu) lange Rede über „Horny Girls“, Ex-Girlfriends und unzähligen Fuck you. Er erklärte nochmals, dass Manowar und deren Fans die einzig wahren des Metals sind und die anderen sich eben „Fuck you“ können. Die Entschuldigung ans „Volkshaus“, dass es eben keine „Scheisshaus“, anno 1994 wurde auch noch ausgesprochen. Es kann also weitergehen. Eigentlich erwartete ich nach der Aussage, dass die Fans noch Energie haben sparen, müssen, weil Manowar noch lange nicht fertig sei, noch ein bisschen mehr. Jedoch war nach „Black Wind, Fire and Steel“ und knapp 90min fertig und Ende.
Mein erstes und somit wohl auch letztes Manowar Konzert ist nun Vergangenheit, Bucketlist check!

Fazit: Gesanglich wie auch musikalisch haben’s die 4 Kings drauf, die Show war wirklich pompös, sie können sich auf ihre Fans verlassen und ich bin mir sicher, dass das nicht das Ende war. Die letzte Schlacht ist noch nicht gefallen!

Kleine (wichtige) Notiz am Rande: Für dass die Männer in Stahl (oder bessergesagt Leder) von Weitem wirklich frisch und gut aussahen, war ich erstaunt, dass die keine Fotografen wollten. Ich hätte gerne ein paar Shots von diesem Spektakel gemacht. Drum gibt’s von mir ein einigermassenes Handybild, welches für mich die „Warriors of Hail & Kill“ perfekt darstellt – Perfektionismus, voller Elan und ganz viel True Metal!

Setliste:

  Intro: March Of The Heroes Into Valhalla

  Manowar

  Warriors of the World United

  Blood of My Enemies

  Call to Arms

  Hand of Doom

  Sons of Odin

  Swords in the Wind

  Bass Solo

  Kings Of Metal

  Fighting the World

  Thor (The Powerhead)

  House of Death

  Hail and Kill

  Joey's Speech

  Battle Hymn

  The Power of Thy Sword

  Black Wind, Fire and Steel

 

Text/Bild: Manuela Haltiner

Veranstalter: Act Entertainment

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Manowar - The Final Battle Tour (08.06.2019)
 

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