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Die Baloise Session 2019 schloss mit einer Rock-Show der Legende KROKUS und den Rückkehrern Madrugada

Zum Abschlusskonzert am Donnerstag, 31. Oktober 2019, an Halloween, der diesjährigen Baloise Session Ausgabe 2019 wurde es laut und rockig in der Eventhalle der Messe Basel! Unter dem Motto „Rock On And Off“ bescherten die Schweizer Hard Rock-Legende KROKUS und die norwegischen Indie Rock-„Rückkehrer“ Madrugada dem Veranstalter einen weiteren ausverkauften Abend. Während vor der Halle Discoklänge der Basler Herbstmesse die Oberhand hatte, erwarteten drinnen 1550 Besucher den Auftritt der Rockgrössen. Um 20:00 Uhr trat die dem Anlass entsprechend rockig-gekleidete, sympathische CEO Beatrice Stirnimann vor die Besucher und bedankte sich für die Arbeit der Baloise Session-Crew für die total 10 ausverkauften (!!) Konzertabenden, stellte kurz die Bands vor (Anm.: Krokus wurde nochmals speziell vor Ihrer Show gewürdigt) und nicht zuletzt einem Dank ans anwesende Publikum. Beide Bands haben einen Bezug zum Festival. So traten die Solothurner (auch) an einem Donnerstagabend, jedoch am 06. November 2014, für ein vielumjubeltes Konzert in derselben Besetzung auf. Damals war eine wiedererstarkte Hard Rock-Band der Auslöser, in diesem Jahr stehen dagegen die Zeichen mit der Adios Amigos-Tour auf Abschied. Bei den Skandinaviern Madrugada war nicht die Band am Samstag, 22.10.2016, als solches dabei, sondern Ihr Frontmann, Sivert Hoyem, als Solist. Er wurde vor drei Jahren begleitet von den jetzigen Gitarristen Thomassen und Knutsen! Die beiden Rockbands sind anhand vom Genre sehr unterschiedlich und deshalb war auch an diesem Abend zu erleben wie die beiden „Fan-Lager“ mit diesem Kontrast klarkamen. Die Mehrheit der Fans wollten beide Sets sehen. Nur ein paar Ausnahmen gingen nach Madrugada oder kamen kurz vor der Krokus-Show.

 

Madrugada (NO)

Zeit: 20.03 – 21:24 (81 min)

Die norwegische Indie Rock-Band Madrugada feiert das 20-Jährige fürs Album Industrial Silence mit einer Tour. Das Album hat einen besonderen Stellenwert für die Band, da es sich ums Debut handelt und gleichzeitig der nationale wie auch internationale Durchbruch gelang. Aus diesen Tagen war an dem Konzertabend am Rheinknie, neben Sänger Sivert Hoyem, nur noch Bassist Frode Jacobsen und Schlagzeuger Jon Lauvland Pettersen dabei. Die erwähnte Rhythmussektion wurde live ergänzt mit den beiden Gitarristen Cato Salsa Thomassen und Christer Knutsen. Beide Gitarristen steuerten den Hintergrundgesang bei und übernahmen auch Keyboardpassagen. Thomassen glänzte mit ausschweifenden Gitarren-Soli, die er mit teils krassen Posen untermalte. Knutsen blieb, mit Ausnahme des jazzigen Piano-Teils bei Terraplane, wie Bassist Jacobsen und (verständlicherweise) Drummer Pettersen im Hintergrund des Geschehens. Nicht nur im Mittelpunkt stand Sänger, Schellenring-Musiker und Frontmann Hoyem als er sich bei Norwegian Hammerworks Corp. mit einer verspiegelten Jacke im Lichtpunkt diverser Spots fand – diese Szenerie sah sehr cool aus. Mit seiner tiefen, Raum-einnehmenden Stimme, der Glatze und seiner kühlen, aber dennoch herzlich wirkenden Art war er wie ein Magnet. Diese Stimme hat mich bei seiner Solo-Tour beeindruckt. Seine Aura, klare durchdringende Augen, das Lichtspiel und die meist melancholische Grundstimmung der Songs von Madrugada haben etwas Magisches – düster, aber dennoch warme Atmosphäre – die Norweger schaffen diesen Spagat. Dies widerspiegelt Hoyem sehr gut, denn dreimal ging er auf Tuchfühlung mit dem Publikum und war auf den Knien singend am Bühnenrand.

Von den insgesamt 13 Liedern vom Debut wurden deren 10 gespielt. Einzig im Zugabe-Teil fanden sich die Hits Majesty und The Kids Are On High Street von späteren Werken. Majesty war anhand der Publikumsresonanz das Highlight, aber es gab weitere Gänsehautmomente, wie Strange Colour Blue – eben magisch war‘s.

Setliste Madrugada

Vocal

Belladonna, Sirens, Shine, Strange Colour Blue, Salt, Norwegian Hammerworks Corp., Quite Emotional, Terraplane, Electric

Bonus: Majesty, The Kids Are On High Street

 

Krokus (GB)

Zeit: 22:01 – 23.18 (77 min)

Sage und schreibe 46 Jahre Höhen und Tiefen erlebte die Solothurner Hard Rock-Band KROKUS um am Samstag, 07. Dezember 2019, im ausverkauften Hallenstadion Zürich das letzte Konzert auf Schweizer Boden zu geben. Bis dahin verabschieden sich die „Jungs“ auf der laufenden Adios Amigos-Tour in Raten von den Fans. Am Rock The Ring-Festival in Hinwil war ich begeistert vom Auftritt. Konnten Sie auch im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Schweiz begeistern? Ja, und wie. Mit einer ausgezeichneten, teils bekannten Liederauswahl, einer sehr agilen Performance, guten Posen und Interaktionen mit dem Publikum waren die etwas mehr als 80 Minuten Spielzeit wie im Flug vorbei. Einzig beim Licht hätte der Techniker diese „Rot-Schattierungen“ zu Beginn der Show reduzieren oder weglassen sollen – sorry, da bricht der Fotograf bei mir durch *smile*. Anhand der Marshall-Verstärker-Wand im Bühnenhintergrund musste man von einem lauten Konzert ausgehen, aber es blieb im Rahmen und war wohl mehr als Zierde gedacht. Kann man etwas falsch machen, wenn man mit Headhunter und Long Stick Goes Boom das Konzert beginnt? Die Konzertliebhaber blieben (noch) auf den Sitzplätzen, aber es wurde die Refrains mitgesungen und im Takt von Mezzodi’s Bass-Drum geklatscht. So kam es wie es kommen musste und die ersten Fanatiker konnten nicht mehr warten vor die Bühne zu kommen. Dem Beispiel folgten so viele Personen, dass in ein paar Sekunden und sicherlich am Ende des The Guess Who-Covers American Woman der Platz zwischen Bühne und erster Sitzreihe voll war. In den Gesichtern von Sänger Marc Storace, Chris von Rohr am Bass, den Lead-Gitarristen Fernando von Arb und Mandy Meyer, Rhythmus-Gitarrist Mark Kohler und Flavio Mezzodi (Drums) erkannte man pures Staunen. 2014 baten Storace und von Rohr die Fans nach vorne zu kommen. Das Konzert war somit neu lanciert und die Atmosphäre, die die Musiker aus der Ambassadorenstadt lieben und in einigen Monaten vermissen werden, top.

Es gibt mehrere Sachen, die mich an dieser Band beeindrucken, neben dem von anderen Medien viel zitierten Willen. Wie kann der aus Malta stammende Frontmann nach 38 Jahren Hard Rock—Gesang eine solch gute Röhre (unverwechselbare, markant kratzige Stimme) besitzen, währenddessen andere Sänger dieses Genres technisch nachhelfen oder gleich kapitulieren müssen – unfassbar. Gitarrist Kohler fühlt sich sehr wohl in Basel. Bereits beim vergangenen Baloise Session-Konzert war er einer der Aktivsten und strahlte über beide Backen ins Publikum – dito am Donnerstag. Durch seine exzellente Gitarrenarbeit/Posen fiel Meyer auf - UND auch im „Kampf“ mit dem mexikanischen Schal oder was immer das war von Kollege von Rohr. Er teilte sich die Soli mit dem auf der anderen Bühnenseite postierten und glücklich dreinblickenden von Arb. Von Rohr bearbeite den Bass und kam öfters als auch schon an den Bühnenrand und bedankte sich mit einem Mix aus Schweizerdeutsch und Englisch („Danke Basel“, „Krokus loves you, chömmet guet hei“) beim Publikum übers ausverkaufte Konzert und die Treue zur Band über all die Jahre. Schlagzeuger Mezzodi (Storace benannte Ihn als „Italian Stallion“) zeichnete sich speziell beim Drum-Intermezzo im Lied Heatstrokes aus. Da mobilisierte den ganzen Saal. Den Abend beschloss man nach einer kurzen Pause mit Screaming in the Night und dem Dylan-Cover Quinn the Eskimo (The Mighty Quinn). Mit Standing Ovation der Fans, 10 grossen orangen Ballone, einem „Glitzer“-Regen und der ganzen Band am Bühnenrand inkl. Bühnen-Foto verabschiedete man sich vom dankbaren Publikum.

Wie bei vergangenen Konzerten kreide ich einzig an, warum Cover-Songs spielen, wenn man so geile Hard Rock-Nummern sein Eigen nennen kann?!? Sorry, das verstehe ich nicht. Lustig war, dass das Intro zu Easy Rocker ein Lied zu früh eingespielt wurde. Sehr positiv kann ich von der Merchandise-Front berichten. Ab einem Betrag von 25.- CHF konnte man sich ein T-Shirt kaufen – Chapeau!

Setliste Krokus:

Intro (ab Band)

Headhunter, Long Stick Goes Boom (mit The Who-Cover Pinball Wizard), American Woman (The Guess Who Cover), Rock 'n' Roll Tonight, Tokyo Nights, Hoodoo Woman, Fire, Bedside Radio, Rockin' in the Free World (Neil Young Cover), Easy Rocker (Jam mit u.a.Kiss-Cover I Was Made for Loving You), Heatstrokes (inklusive Drum Solo)

Bonus: Screaming in the Night, Quinn the Eskimo (The Mighty Quinn) (Bob Dylan Cover)

Outro (ab Band): What a Wonderful World (Louis Armstrong)

 

Text/Photos: Daniel Strub

Veranstalter/Dankeschön an: Baloise Session

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