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Event Pics - Coheed And Cambria mit Support Dinosaur Pile-Up in Pratteln (13.06.2017)

Gute Stimmung trotz wenig Konzertbesucher

Die grösseren Sicherheitskontrollen am Dienstag, 13. Juni 2017, beim Einlass in die Konzertfabrik Z7 wirkten sich nicht auf den Konzertbeginn von 20:15 Uhr aus. Nicht etwa wegen der Kontrolle an sich, sondern da sich nur geschätzte 250 Fans ans Konzert von Coheed And Cambria und Support Dinosaur Pile-Up durchringen konnten. Die eher dürftige Kulisse wurde „aufgepeppt“ in dem man aus dem normalen Z7 ein „Midi-Z7“ machte. Das heisst, auf Höhe des Mischpults grenzte man ab. Eine gute Idee.

Die im Titel erwähnte gute Stimmung war nicht Sache der Vorband aus Leeds. Matt Bigland (Vox/Git), Michael Sheils (Drums) und Jim Cratchley (Bass) oder die Band Dinosaur Pile-Up wollte viel, aber es ging nicht auf. Der Mix aus Grunge, Indie Rock und ein wenig Kasabian hörte sich stellenweise gut an und wurde auch gut gespielt, aber der Wiedererkennungswert der Band ist sehr tief. Es gibt und gab genügend Bands, die damit Erfolg hatten/haben. Was gefiel war die Inbrunst zu erleben wie die Songs präsentiert wurden. Die 45 Minuten waren zu viel, eine halbe Stunde hätte gereicht. Die Alternative Rock-Band ist jung und kann sich entwickeln.

Der Headliner Coheed And Cambria ist auf der NEVERENDER GAIBSIV-Tour in Europa unterwegs. Ein Stopp legten Sänger und Gitarrist Claudio Sanchez, Gitarrist Travis Stever, Bassist Zach Cooper und Schlagzeuger Joshua Eppard im Z7 ein. So verwirrend wie die Musik der 4 stellenweise rüberkommt, so war wohl mein Gesichtsausdruck als ich bemerkte wie bereits beim ersten Song (nach dem Intro) die Post abging. Die wenigen Fans waren wohl alles Hardcore-Fans der Band und liessen Ihren Emotionen freien Lauf. So muss es wohl sein, wenn eine Band wie die Kanadier Rush eine Periode zur Partymusik einlegen würden. Teils sehr verstrickte Songstrukturen wurden durch Schlagwerker Eppard mit einem tanzbaren Beat unterlegt. So erstaunte es nur zu Beginn wenn Besucher tanzten. Wie Ihr feststellt war es meine erste Show der amerikanischen Progressive Rocker aus New York. Es erstaunte mich dass man Progressive Rock mit einem solch kommerziellen Anstrich spielen kann. Es war auch nicht das typischen Progressive Rock-Publikum wie es ansonsten an solchen Konzerten vertreten ist. Ich hatte das Gefühl an einer Sommernachtsparty mit Rock-Attitüden dabei zu sein. Äusserst relaxte Stimmung, genug Platz sich zu bewegen (ja, ja, das Tanzen), stimmungsvoll eingesetztes Bühnenlicht, gute Bandperformance mit coolen Posen und verschiedene Arten die Gitarre zu spielen (seitlich am Körper, über oder neben dem Kopf) bestärkten den Eindruck. Popsongs gepaart mit abwechslungsreichen Riff-Folgen – geht das?!? Ja, das sind Coheed And Cambria. Dann muss man sich nur noch an die höchst spezielle Stimme von Sanchez gewöhnt haben und man geht garantiert wieder an ein Konzert der Amis.

Amüsiert habe ich mich über den Drummer Joshua Eppard. Seine nicht alltägliche rote und grosse Brillenfassung war schon zum Wiehern, aber die Grimassen während des Spiels sehenswert. Es ist bekannt dass diese Rhythmiker hinter der Bude ein eigenes, sympathisches Völkchen sind und mal bei erhöhter Anstrengung zum präzisen Spiel die Zunge rauslassen oder sonstige Grimassen schneiden. Einige Drummer durfte ich schon live erleben, aber noch nie hatte ich einen vor der Linse, der dermassen lange und oft den Mund offen hält. Zum Glück gibt es in Pratteln nicht viele Fliegen oder andere fliegende Insekten, sonst hätte er sich das Nachtessen gleich sparen können.

Bis zum Nachtmahl verging etwas Zeit, die New Yorker rockten von 20 Minuten nach Neun bis um 23 Uhr mit einer Pause von nicht mehr als zwei Minuten. Interessant - tönt manchmal negativ, war es bei Coheed And Cambria definitiv nicht. Man muss jedoch offen sein und sich auf Neues einlassen.

 

Setliste Dinosaur Pile-Up:

Intro: Eleven

Birds and Planes, Arizona Waiting, Red and Purple, White T-Shirt and Jeans, Might As Well, My Rock’n’Roll, Anxiety Trip, Traynor, 11:11

 

Setliste Coheed And Cambria:

Intro: Keeping the Blade

Always and Never, Welcome Home, Ten Speed (Of God's Blood and Burial), Crossing the Frame, Apollo I: The Writing Writer, Once Upon Your Dead Body, Wake Up, The Suffering, The Lying Lies & Dirty Secrets of Miss Erica Court, Mother May I, The Willing Well I: Fuel for the Feeding End, The Willing Well II: From Fear Through the Eyes of Madness, The Willing Well III: Apollo II: The Telling Truth, The Willing Well IV: The Final Cut

Bonus: Island, Delirium Trigger, In Keeping Secrets of Silent Earth: 3

 

Photos/Text: Daniel Strub

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170613 Coheed And Cambria Z7
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