Eventkalender

EventPics

Event Pics - SLAYER - Bye Bye mit Ausrufezeichen in Zürich!! (21.11.2018)

Slayer sagen kraftvoll mit Top-Songauswahl bye bye – „The Final World Tour“ gastierte in Zürich

Das Konzert der Speed Metal-Helden SLAYER war schon länger ausverkauft. Und dies, wie sich am Mittwoch, 21. November 2018, in der Halle 622 in Zürich Oerlikon wies, absolut gerechtfertigt. Notabene nicht nur aufgrund der Tatsache, dass mit The Final World Tour die Kalifornier sich auf der letzten Tour als Headliner befinden. Nein, es war wohl der beste Gig, den ich von der Band in den letzten 10 Jahren sah. Kurz vor halb Zehn fiel im wahrsten Sinne des Wortes der Vorhang und gab den Blick auf die Bühne frei und somit auf die vier Hauptakteure Tom Araya (Gesang, Bass), Kerry King (Gitarre), Gary Holt (Gitarre) und Schlagzeuger Paul Bostaph. Um zu präzisieren, Paul Bostaph sah ich eigentlich nie. Der ehemalige Exodus/Forbidden/Testament-Drummer war „versteckt“ hinter Bassdrum, Becken, Hi Hat, Snare, Stand Tom und Tom. Man konnte Ihn je nach Lichteinfall nur schemenhaft erahnen. A pro pos Licht, durch die grosse Bühne (Anm.: Slayer spielten in den vergangenen Jahren auf Bühnen wie das Komplex 457 etc.) hatte man auch mehr Möglichkeiten die Show ins richtige Licht zu rücken. Es dominierten für die Band typischen blau, grün und rot Töne, aber die Bühne war besser und gezielter ausgeleuchtet als in der Vergangenheit. In Kombination mit den unzähligen Pyro-Salven, die einerseits doppelt hinter dem Drum-Kit schräg (Pentagram-Form), in insgesamt 8 vertikalen Feuereinheiten in Länge des Backdrop und (ganz cool) hinter den jeweiligen Positionen von Holt und King in Form eines umgedrehten Kreuzes abgefeuert wurden. Frontlicht wurde wie gewohnt eher spartanisch ausgeführt. Überrascht war ich über das Backdrop oder besser man sollte hier die Plural-Form verwenden. Minimum 5 verschiedene Backdrops wurden eingesetzt. Ich musste erst einen Kollegen (Danke an Roger!) um Bestätigung anvisieren, ob ich meinen Augen trauen konnte. Das normale Slayer-Logo (Hexenfuss-Stil) und das Cover-Artwork von Repentless (Jesus Christ mit Dornenkrone) waren vertreten. Es wurde eine kurze „Schwarzphase“ zwischen den Liedern ausgenützt um den Wechsel zu vollziehen. Brachialer Metal, Slayer-Logos, riesiges Backdrop, Pyros, teils diabolisches Lichtspiel mit ab und zu viel Bühnennebel inszenierten eine tolle Show über etwa 90 Minuten.

Die Atmosphäre im altersdurchmischten Publikum war in den ersten Reihen ausgezeichnet mit viel Bewegung, flachte gegen hinten ab und bot zum Ausgang der Halle ein Jammer-Bild – zuvorderst war „Party“ und hinten verabschiedeten sich die Besucher in einer Art Beerdigung von Ihren Heroes. Ist aber durch die Länge der Lokalität ein wenig verständlich, denn durch den Balkonaufbau mit Pfeilern war nicht jedem Besucher ein guter Blick gewährt. Wer früh vor Ort war oder durchs Meet’N‘Greet früher Einlass hatte, der konnte sich glücklich schätzen in den ersten Reihen stehen zu können. Ab Lamb Of God war vorne kein Durchkommen mehr und trotzdem probierten ein paar rüpelhafte „Fans“ sich nach vorne zu boxen. Diese und ein paar Idioten, die lieber Ihr Bier in der Luft sahen als die Kehle runter zu spülen, waren die negativen Aspekte dieses ansonsten tollen Anlasses. Neben Frontmann Araya sorgte Holt mit Interaktionen mit dem Publikum für zusätzliche, zwischenzeitliche Stimmung. King machte in dieser Hinsicht nicht sehr viel und „verdrückte sich“ gar viel zur imposant wirkenden Marshall-Wand auf Höhe Schlagzeug.

Wie im Titel erwähnt war die Song-Auswahl vom Feinsten und wäre wohl, wenn Slayer-Fans im Vorfeld eine Auswahl hätten treffen können, nahezu in anderer Reihenfolge identisch durch die 4 Protagonisten dupliziert worden am Konzert. Vom Titelstück des aktuellen Albums Repentless bis zu Black Magic vom Debut Show No Mercy war ein sehr guter Querschnitt über die total 12 regulären Veröffentlichungen aus 37 Jahren Bandgeschichte vorhanden. Angel Of Death zum Konzertende war  DER würdige Abschluss. Seht Euch unten die Liedauswahl an und Ihr wisst Bescheid. Da muss man nun wirklich nicht näher darauf eingehen.

Die Shows von Lamb Of God, Anthrax und Obituary im Vorprogramm waren gut bis sehr gut und boten die einte oder andere Überraschung (z.B. Joey Belladonna‘ Lauf über die Bassboxen bei Caught in the Mosh). Zwischen 30 und 50 Minuten hatten die Support-Acts Spielzeit. Es sind alles Bands mit denen die Kalifornier über Jahre freundschaftlich verbunden sind und Sie öfters auf Tourneen begleiteten. Diesen Aspekt finde ich sehr schön. Es fiel auch auf wie viele Schweizer Musiker aus diesem Genre den sehr prägenden Slayer-Musikern die Aufwartung machten.

Nun ist eine der legendären THE BIG FOUR Thrash Metal-Bands bis auf ein paar Festivaltermine abgetreten – danke SLAYER für die geile Mucke, kontrovers zu diskutierenden Texten und vor allem auf das nichtabdriften in seichtere musikalische Gewässer! Anthrax, Megadeth und Metallica bleiben uns (noch) erhalten.

 

Setliste Slayer (Mi, 21.11.2018, Halle 622, Zürich Oerlikon)

Intro (ab Band): Delusions of Saviour

Repentless, Blood Red, Disciple, Mandatory Suicide, Hate Worldwide, War Ensemble, Jihad, When the Stillness Comes, Postmortem, Black Magic, Payback, Seasons in the Abyss, Dittohead, Dead Skin Mask, Hell Awaits

Bonus: South of Heaven, Raining Blood, Chemical Warfare, Angel of Death

 

Lamb Of God (Mi, 21.11.2018, Halle 622, Zürich Oerlikon):

Omerta, Ruin, Walk with Me in Hell, Now You've Got Something to Die For, 512, Engage the Fear Machine, Blacken the Cursed Sun, Laid to Rest, Redneck

 

Anthrax (Mi, 21.11.2018, Halle 622, Zürich Oerlikon):

Intro (ab Band): The Number of the Beast (Iron Maiden Lied)

Caught in a Mosh, Got the Time (Joe Jackson Cover), I Am The Law, Be All End All, Fight 'Em 'Til You Can't, Antisocial (Trust Cover), Indians

 

Obituary (Mi, 21.11.2018, Halle 622, Zürich Oerlikon):

Deadly Intentions, Sentence Day, Chopped in Half/Turned Inside Out, Find the Arise, I'm in Pain, Slowly We Rot

 

Text/Photos: Daniel Strub

Veranstalter: Good News 

Veranstalter: Gadget

RSS
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
181121 Mi Slayer Halle 622 Zürich
 

 Comments

 
 
Powered by Phoca Gallery