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Event Pics - Black Stone Cherry und Tracer im Kofmehl (10.10.2014)

Fans des Alternative Rocks kamen auf Ihre Kosten

Am Freitagabend, 10. Oktober 2014, sorgten die Amis Black Stone Cherry und die Australier Tracer für einen grossen Publikumsaufmarsch im Solothurner Kofmehl. Der zu Beginn mässig gefüllte Saal wurde immer wie voller, so dass schatzungsweise etwa 750 Fans zum einen sehr guten Musikplausch kamen. Der Balkon war aus diesem Grund auch geöffnet. So war doch ein wenig mehr Spielraum um sich zu bewegen und nicht gleich dem Nachbar den Drink auszuschütten. Viele der Fans waren im Alter von 20 bis 40 Jahren und aufgrund der T-Shirts als Alternative Rock-Fans auszumachen.

 

Tracer (AU)

Zeit: 20:00 – 20:29 (29 min. Spielzeit)

Die australische Band Tracer sah ich das erste Mal und gefiel mir und wohl etlichen Gästen, die den Weg früh ins Kofmehl fanden, auf Anhieb. Frontmann und Gitarrist Michael Brown, Jett Heysen-Hicks (Bass) und Schlagzeuger Andre „Dre“ Wise liessen keine Slow-Nummer zu, sondern präsentierten sich auf dieser Tour von Ihrer Abgeh-Seite. Es fanden sich zwar ein paar ruhigere Gitarrenpassagen in den Songs, aber ansonsten ging es ab – tolle Hooks und eingängige Refrains, sprich es lud gleich ein zum Mitsingen, obwohl man dir Songs nicht kennen musste. Man wollte schliesslich nicht auf die Tränendrüsen drücken, sondern die Konzertbesucher zum Fan-werden überzeugen. Dies gelang ganz gut, neben der Musik auch mit Ihrem Bewegungsdrang, leider blieb während Ihres Sets die gebührende Publikumsresonanz zu niedrig. Neben Metal-Einflüssen wurde mit dem Song und gleichzeitig Albumtitel des aktuellen Werks El Pistolero auch mexikanische Einflüsse rausgehört. Wie mir Andre Wise nach der Show erzählte, wurden Sie durch den Robert Rodriguez-Movie Desperado beeinflusst. Mit WFTD brachten Tracer auch einen bisher unveröffentlichten Song nach Europa und beschlossen nach rund 30 Minuten die Show mit Too Much. Nach der Show nahmen sich die Australier sehr viel Zeit für die Fans und so erfuhr man, dass Schlagzeuger Schweizer Wurzeln hat.

Setliste Tracer:

Wolf In Cheap Clothes, Wrecking Ball, Devil Ride, El Pistolero, WFTD (new Song), Too Much

 

Black Stone Cherry (USA)

Zeit: 21:02 – 22:20 (78 min. Spielzeit)

Black Stone Cherry, die Southern Rock Band aus Edmonton/Kentucky, sah ich endlich mal als Headliner auf einer Tour. Da ich Ihr Konzert im Juni 2014 in Luzern verpasste, freute ich mich umso mehr Sänger Chris Robertson, Gitarrist Ben Wells, Bassist Jon Lawhon und John Young am Schlagzeug in Solothurn zu sehen. Kurz nach Neun Uhr gingen Sie in blauem Licht umhüllt auf die Bühne des Kofmehls und begannen im Halbkreis um das Schlagzeug mit dem Lied Rain Wizard die Show. Rasch fiel auf, dass Sänger Robertson scheinbar ein paar Kilos abgenommen zu haben schien und mit kürzerem Haar als gewohnt, anfangs gut kaschiert durch ein „Dächlikappe“, unterwegs ist. Nach ein paar Sekunden wechselte das Licht in grün und gelb Töne und mit auch die Agilität auf der Bühne. Besonders Gitarrist Ben Wells tat sich wie gewohnt diesbezüglich hervor. Er sprang, tanzte mit seiner Gitarre, gestikulierte, kickte das Bein wie ein Kämpfer, klatschte oder faustete die erste Reihe ab und animierte immer wieder aufs Neue das nun sehr temperamentvolle Publikum. Einzig ruhig war er hinter dem Mikro. Wären Psychologen anwesend gewesen, hätten Sie wohl ADHS diagnostiziert *grins*. Ebenfalls viel bewegte sich Bassist Lawhon. Es blieb Ihm auch nicht viel anderes übrig so oft Wells die Bühnenseite wechselte. Selbst Schlagzeuger Young war stetig am Headbangen. Er hatte jedoch seinen grossen Auftritt mit einem Solo inmitten des Sets. Dabei schlug er nicht nur mit den Sticks auf die Becken, sondern mit blossen Händen. In dem Stil sah ich sowas erst das zweite Mal an einem Konzert. Blessuren hatte er wohl keine, denn er schlug danach wie gewohnt weiter.

Aufgrund der hervorragenden Songauswahl über die mittlerweile 4 Studioalben hielt man die Stimmung im Saal hoch. Es wurde viel mitgeklatscht und –gesungen. Einzig unschön war die Szene als ein Bierbecher mit glücklicherweise wenig Inhalt Richtung Bühne flog und dort an der Box niederging. Ein Roadie war zwar rasch zur Stelle und verhinderte mit einer Putzaktion das ein Musiker womöglich ausgleiten konnte, aber Solches gehört nicht an ein Konzert! Dann finde ich die Aktion mit einem Papierflieger zu „werfen“ um einiges besser. Dies dachte sich wohl Sänger Robertson auch und liess ihn kurzerhand elegant über die Köpfe der Fans segeln – coole Sache. Nach dem Klassiker Lonely Train war das reguläre Set zu Ende, aber nach ein paar Minuten kehrten Robertson und Wells mit der Akustiknummer Peace Is Free zurück. Ab Songmitte gesellten sich auch Lawhon und Young dazu.

Eine weitere Zugabe gab es nicht.

Die Show war eine der Besten, die ich im Kofmehl gesehen hatte, jedoch mit knapp 80 Minuten ein wenig kurz. Zu den Höhepunkten gehörten Me and Mary Jane, White Trash Millionaire und Lonely Train.

Setliste Black Stone Cherry:

Rain Wizard, Blind Man, Me and Mary Jane, In My Blood, Holding On...To Letting Go, Maybe Someday, Such a Shame, Remember Me, Like I Roll, Fiesta del Fuego, Drum Solo, Hollywood In Kentucky, White Trash Millionaire, Blame It on the Boom Boom, Lonely Train (incl. 30 Seconds of Death Metal)

Bonus: Peace Is Free

 

Photos und Text: Daniel Strub

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141010 Black Stone Cherry Kofmehl
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